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Zum Artikel: Forwarddarlehen 03.11.2015

Forwarddarlehen

Magazin: Forwarddarlehen
Stefan Schreiber

Ein Forwarddarlehen lohnt sich, wenn die Zinsen steigen. Doch wie sieht die aktuelle Situation aus? Wie hoch Zinsen für Kredite steigen ist immer abhängig von der aktuellen Inflationsrate. Die Inflationsrate vergleicht die aktuelle Preisentwicklung auf den Verbrauchermärkten mit dem Stand des Vorjahres. Statistisch erfasst werden alle Produktgruppen und Dienstleistungen eines Wirtschaftsmarktes. Dazu zählen zum Beispiel Energiekosten, Bekleidung und Nahrungs-und Genussmittel.

Die Inflationsrate aktuell
Im September 2015 war die Inflationsrate auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Von Preissteigerung also keine Spur? Doch, denn die Preise für Nahrungsmittel, insbesondere Obst und Gemüse sind kräftig gestiegen, auch die Nettokaltmieten haben sich erhöht. Gedämpft wird die positive Preisentwicklung durch die deutlich gesunkenen Energiepreise (-17,1% bei Mineralölprodukten). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise wäre die Inflationsrate mit 1,1 % deutlich höher ausgefallen als im Vorjahr.
Noch im Mai 2015 wurden eine Steigerung der Inflationsrate auf 2% bis Jahresende prognostiziert. Konsumverhalten und Preissteigerungen haben also eine unmittelbare Auswirkung auf die Zinsbildung.

Kann sich ein Forwarddarlehen jetzt lohnen?
Niemand kann mit Sicherheit sagen, dass sich ein Forwarddarlehen am Ende lohnen wird. Und doch bildet es nach Meinung von Finanztest eine sichere Variante der Zinsbindung. Im Augenblick sind die Zinsen immer noch niedrig. So kann ein Forwarddarlehen zur Sicherung des aktuellen Zinsniveaus durchaus sinnvoll sein. Auch wenn die Banken einen höheren Zinssatz verlangen als bei kurzfristig ausgezahlten Darlehen. Fest steht, mit einem Forwarddarlehen müssen sich Kreditnehmer keine Sorgen um steigende Zinsen machen.

> Lesen Sie auch unseren Artikel „Forwarddarlehen“ - Was ist das eigentlich?



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